Panstarrs C/2011 L4 Beobachtungsversuch Nr. 1

Während Heutemorgen noch erstklassiges, wolkenloses Wetter für OWL vorhergesagt wurde, verschlechterte sich sowohl das reale Wetter als auch die Vorhersage für die Zeit um den Sonnenuntergang. Da es solche Kometen nicht grade wie Sand am Meer gibt habe ich dennoch etwas Equipment zur Fotografie aufgebaut – leider erfolglos (war ja klar!)
Viele Informationen wie man Panstarrs C/2011 L4 mit bloßen Auge beobachten kann findet Ihr z.B. im Clear Sky-Blog. Im Grunde ist es aber ganz einfach: Sucht euch einen Ort ohne störende Objekte am Westhorizont, guckt wo die Sonne untergeht (derzeit etwa gegen halb Sieben 😉 ), kurz darüber steht der Komet.

Als nächstes hoffe ich auf den kommenden Freitag. Daumen hoch!

Panstarrs Beobachtungsversuch vom 13.03.2013 (Link zu Vimeo, dort gibt es das Video in 720p HD).

Barn Door Tracker – wie man es nicht macht

Bevor ich meine erste Fotografie-fähige Montierung kaufte habe ich versucht ich anhand von diversen Anleitungen im astronomie.de-Forum einen Barn Door Tracker zu bauen um mit kleinen Brennweiten länger belichtete Übersichtsaufnahmen zu machen. Die Bilder des Trackers habe ich vorhin beim Konsolidieren meiner Lightroom-Bibliothek wiedergefunden – jedenfalls funktioniert es so NICHT (besonders gut)!

Ich habe den Tracker soweit ich mich erinnere 2007 gebaut, 2009 wieder rausgekramt, 2010 fotografiert und effizient funktioniert hat er nie wirklich gut. Vielleicht kann ich dem Einen oder Anderen dennoch mit den Bildern zumindest einige Anreize zur Konstruktion geben, denn wenn man es richtig macht funktionieren Barn Door Tracker durchaus gut und sind äußerst günstig herzustellen.

Was lief schief?

  • Der Tracker hatte eine Dreipunktfixierung um ihn auf den Boden zu stellen. Soweit so gut. Wenn er auf dem Boden steht kann man allerdings nicht mehr wirklich durch das Alurohr schauen um ihn einzunorden (es geht, aber nicht angenehm einfach).
  • Das Alurohr war zu dünn, es erforderte einige Übung dadurch Polaris zu finden.
  • Die Gewindestange ist nicht gebogen, weshalb der Nachführungsfehler mit zunehmender Belichtungsdauer immer größer wird. Es gibt auch Konstruktionen mit gebogenen Stangen die einen Kreis um die Rotationsachse des Trackers beschreiben, diese sind soweit ich mich erinnere deutlich aufwändiger, aber nicht nennenswert teurer herzustellen. Insofern würde ich das im Nachhinein empfehlen.
  • Es gab noch einige andere Fails, an die ich mich leider nicht mehr erinnere.
Letztendlich reichte der Tracker um bei 55mm maximal zwei Minuten zu belichten. Damit bekommt man zwar recht schöne Aufnahmen hin, aber die Möglichkeiten sind begrenzt und schnell ausgereizt.

Betonsäule für Astrofotografie (1/3)

Es wird Herbst, höchste Zeit meine lange geplante Betonsäule für die Teleskopmontierung zu giessen.

Da Artikel zu diesem Thema eher selten sind, hoffe ich mit meiner kurzen Dokumentation ein paar interessierten Hobbyastronomen Anregungen geben zu können.

Meine Artikel zu diesem Thema werden sich in drei Teile gliedern:

  1. Giessen der Säule (dieser Artikel)
  2. Verkabelung, Setup der Elektronik, Nachführung (folgt diesen Monat)
  3. Praxistest (folgt voraussichtlich im Oktober)

Das Giessen der Säule ist glaube ich durch die folgenden Bilder größtenteils erklärt – der zweite Teil wird sicherlich deutlich technischer.

Ich habe mich entschieden, kein Rohr, sondern Gartensteine als Basis für die Säule zu benutzen, da das Teleskop direkt im Garten steht und man während der kurzen Sommernächte um die Säule herum mit den gleichen Steinen ein bepflanztes Trapez hinstellen kann. Da der EQ6-Adapter (Link zu Astro-Mechanik) nur sehr exakt diagonal passt, mussten die Himmelsrichtung zu Beginn exakt beachtet werden. Insgesamt habe ich zehn Säcke Beton (Bezeichnung reiche ich nach) benötigt. Zur besseren Stabilität ist der unterste Stein, der ca. 50cm tief liegt über Kreuz mit Bewehrungsstahl versehen (siehe Bild). In der Säule selbst sind ebenfalls vier Stangen á ein Meter eingebracht. Ein dicker Kabelkanal sorgt für die Versorgung mit 220V, 12V und USB (wichtig ist hier wegen der Kabellänge ein aktiver USB-Hub, mehr dazu im zweiten Teil). Trotz der exakten horizontalen Ausrichtung beim untersten Stein ergab sich mit jedem weiteren Stein, offensichtlich produktionsbedingt, eine leichte Neigung, die sich jedoch durch Abstützen über zwei Tage leicht korrigieren ließ.

Zenitnahe Timelapse-Fotografie mit und ohne Objektivheizung

Beide Kameras hatten etwa den gleichen Horizont-Winkel, die Nikon war mit einer Heizmanschette um das Objektiv ausgestattet, die Canon nicht. Der Unterschied nach einer durchfotografierten Nacht sieht dann folgendermaßen aus:

In Horizontnähe kann man gut mit Tauschutzkappen arbeiten, bei größeren Winkeln funktioniert das jedoch nicht mehr zuverlässig, daher halte ich Heizmanschetten für eine gute Alternative, obwohl sie eigentlich für einen anderen Zweck bestimmt sind. Eine wirkliche Verschlechterung der Bildqualität durch Luftunruhe konnte ich bisher nicht feststellen. Die von mir verwendete Manschette läuft mit maximal 12 Volt, ich betreibe sie am Netzteil mit 7,4 Volt welches auch die Stromversorgung für die Kamera bereitstellt.

 

Endlich wieder Clear Skies

Es begab sich am Mittag des 15. Januar 2012, da sich die ewigen Wolken in blau strahlenden Himmel wandelten… yay!

Natürlich sofort alles ausgepackt, aufgebaut, usw. – da ich ein paar Details am Equipment verändert hatte (u.a. einen USB-Autofokus für den Okularauszug) habe ich erstmal die Standardmotive M45 und M31 angepeilt, die Fotos sind noch nicht nachbearbeitet. Da mich in letzter Zeit Timelapse-Aufnahmen ohnehin mehr reizen als Deep Sky und Planeten, lag nichts näher als das Equipment und mich bei der Arbeit zu filmen.

Hier das Ergebnis der Nikon D40x, am besten den Vimeo-Link unter dem Video anklicken und dann das HD-Icon im Video für bessere Qualität:

Himmel über OWL – Eine Aufnahmenacht in 30 Sekunden – Timelapse.

Der Aufbau für die Zeitraffer war recht einfach:
Aufbau für Zeitraffer Aufnahme mit Objektivheizung
Größere Version und mehr Bilder auf Flickr, einfach das Bild anklicken.

Die Kamera ist per USB am Laptop angeschlossen, dort verwende ich DCamCapture für die Zeitsteuerung. Außerdem ist eine externe Stromversorgung und eine Heizmanschette für das Objektiv angebracht, damit die vordere Linse nicht beschlägt. Den Mikrofokussierer verwende ich lediglich weil es sich um ein billiges Kitobjektiv handelt das nach einiger Zeit den Fokus verliert und Autofokus in diesem Aufbau unmöglich ist.

Links zum Aufbau:

M27

Beschreibung & Aufnahmedaten folgen in Kürze

Timelapse-Test

Das Ziel war zu testen, wie die Kamera im Dauerbetrieb und bei unterschiedlicher Umgebungshelligkeit reagiert – im Winter möchte ich dann mal ernsthafte Timelapse-Aufnahmen durchführen. Da die Wolkenformationen teilweise doch recht beeindruckend aussehen, insbesondere in der ersten Nacht, habe ich das Video mal hochgeladen – vielleicht gefällt es ja.

Daten:
– 4.075 Einzelbilder
– Aufnahmedatum: 11. Juni 2011 – 13. Juni 2011
– Ort: Hövelhof (NRW)
– Nikon D40x mit 18-55mm bei 36mm

M57

Beschnittene Version:

Aufnahmedaten:

2x 5min.
EOS 350Da
VTSB EQ-6 PHD-Guiding
TS Newton 800/200
TS CLS Filter
DSS/Photoshop
Aufnahmeort: nähe Hövelhof
Aufnahmedatum: 01.05.2011

M101

Die Fakten:
14x 7min.
EOS 350Da
VTSB EQ-6 PHD-Guiding
TS Newton 800/200
TS CLS Filter
DSS/Photoshop
Aufnahmeort: nähe Hövelhof
Aufnahmedatum: 04.05.2011