Betonsäule für Astrofotografie (1/3)

Es wird Herbst, höchste Zeit meine lange geplante Betonsäule für die Teleskopmontierung zu giessen.

Da Artikel zu diesem Thema eher selten sind, hoffe ich mit meiner kurzen Dokumentation ein paar interessierten Hobbyastronomen Anregungen geben zu können.

Meine Artikel zu diesem Thema werden sich in drei Teile gliedern:

  1. Giessen der Säule (dieser Artikel)
  2. Verkabelung, Setup der Elektronik, Nachführung (folgt diesen Monat)
  3. Praxistest (folgt voraussichtlich im Oktober)

Das Giessen der Säule ist glaube ich durch die folgenden Bilder größtenteils erklärt – der zweite Teil wird sicherlich deutlich technischer.

Ich habe mich entschieden, kein Rohr, sondern Gartensteine als Basis für die Säule zu benutzen, da das Teleskop direkt im Garten steht und man während der kurzen Sommernächte um die Säule herum mit den gleichen Steinen ein bepflanztes Trapez hinstellen kann. Da der EQ6-Adapter (Link zu Astro-Mechanik) nur sehr exakt diagonal passt, mussten die Himmelsrichtung zu Beginn exakt beachtet werden. Insgesamt habe ich zehn Säcke Beton (Bezeichnung reiche ich nach) benötigt. Zur besseren Stabilität ist der unterste Stein, der ca. 50cm tief liegt über Kreuz mit Bewehrungsstahl versehen (siehe Bild). In der Säule selbst sind ebenfalls vier Stangen á ein Meter eingebracht. Ein dicker Kabelkanal sorgt für die Versorgung mit 220V, 12V und USB (wichtig ist hier wegen der Kabellänge ein aktiver USB-Hub, mehr dazu im zweiten Teil). Trotz der exakten horizontalen Ausrichtung beim untersten Stein ergab sich mit jedem weiteren Stein, offensichtlich produktionsbedingt, eine leichte Neigung, die sich jedoch durch Abstützen über zwei Tage leicht korrigieren ließ.